Queer Tango
Den Begriff Queer Tango ‚erfand’ unser erstes Festivalteam, bestehend aus Ute Walter, Volker Felix Feierabend und mir (Marga Nagel), als wir im Jahr 2000 unser erstes Festival in Hamburg planten. Das Wort Queer im Zusammenhang mit TANGO FESTIVAL bezeichnete am besten, worum es uns ging, nämlich sowohl eine Drei-Tage-Heimat für Tango tanzende Lesben und Schwule zu schaffen sowie Menschen anzusprechen, die sich jenseits des Mainstream, unabhängig von fest zugeschriebenen Geschlechterrollen im Tango bewegen wollen.
Zur Entstehung und zu den Hintergründen des Queer Tango in Hamburg siehe auch
http://www.queer-tango.de/html/seite.phpm=0&p=3&mk=1&SN=f275aed973917506f108731b78eed38f
Seitdem ist, ausgelöst und angeregt durch eine Reihe von Queer Tango Festivals mit Podiumsdiskussionen und theoretischen Beiträgen zum Thema, der Begriff Queer Tango viel benutzt und diskutiert worden, eine einheitliche Definition gibt es nicht.
Für mich hat Queer Tango – auf eine Kurzform gebracht – folgende Bedeutung:
Queer Tango gibt uns die Freiheit, zwischen den Rollen wählen zu können, unabhängig vom biologischen Geschlecht.
Queer Tango benutzt ganz bewusst keine Begriffe und Zuordnungen wie „Männerschritte“ und „Frauenschritte“.
Führen und Folgen wird als absolut gleichberechtigtes IMPULSE GEBEN und IMPULSE UMSETZEN UND INTERPRETIEREN verstanden und das kann während eines Tanzes fliessend wechseln (auch ohne die Armhaltung zu verändern): Folgende ergreifen auf klare und prägnante Weise die Initiative, Führende lassen von Konzepten los und sich mitnehmen, greifen Bewegungen der Folgenden wieder auf und führen sie weiter …etwas ganz Neues, Unvorhergesehenes entsteht, kampflos, fliessend. Es gibt nur noch zwei gleichberechtigte aktive, präsente und sich hingebende Tanzende, die sich gegenseitig inspirieren …
Unser Workshopangebot dazu heisst: ENERGIES & ROLES IN MOTION – DER REIZ DES MEHRDEUTIGEN
siehe Seite AKTUELLES

Hier einige Links zum Weiterlesen:
“VON DER ROLLE”, Interview mit Marga Nagel
und Ute Walter in TangoDanza 1/2007
www.elbajo-tango.de/download/tango_rolle.pdf
“MIT DEM ERNST DES KÖRPERS SPIELEN -
Körper, Diskurse und Emotionen im Argentinischen Tango”
Paula-Irene Villa
www.elbajo-tango.de/download/tangospiel_villa.pdf
Homepage des Queer Tango Festivals Hamburg
www.queer-tango.de
Die Fotos vom Festival 2011 können für 15 Euro plus Porto als CD bestellt werden bei der Fotografin
Ulla Sandmann: us@lokalzeitung-volltreffer.de
Workshop beim Queer Tango Festival Hamburg 2011 mit Charlotte Rivero & Marga Nagel:

Queer Tango mit Marga Nagel & Charlotte Rivero

Queer Tango mit Marga Nagel & Charlotte Rivero
